Der Wechseln in unsere Schule mit Herz

Maria Montessori und Ihre Art und Weise wie sie Kinder gesehen hat, wie sie Kinder darin begkeitet hat sich Wissen selber anzueignen, einfach so.

Ja genau, einfach so.

Ich schreibe das bewusst "provokant", weil ich es hier in unserer Familie, bei unseren Kindern erlebe. Einfach so.

 

Ich muss glaube etwas weiter ausholen das klarer wird warum ich so etwas schreiben kann.

 

Unser erstgebohrener Sohn wollte im Kindergarten nur spielen, sprach spät und eher schlecht, interessierte sich nicht für Zahlen und erst recht nicht für Buchstaben.

Selbst durch das sogenannte Zurückstellen, also das er ein Jahr später zur Schule gehen sollte, änderte nichts an seinem Desinteresse.

 

Logopädie hat ihm zwar bei der Sprache etwas geholfen, aber am Interesse zu schulischen Dingen nicht wirklich.

Aus Angst als schlechte Mutter da zu stehen, die sich nicht richtig um Ihr Kind kümmert, gingen wir bis zur Einschulung zwei Jahre zur Frühförderung. Diese war anfangs noch recht optimistisch, im zweiten Jahr wechselte die Pädagogin und diese war anfangs auch sehr optimistisch, was allerdings eher ins Gegenteil umschlug umso näher wir der Schule kamen.

Natürlich wollte nicht nur sie, sondern auch der Kinderarzt, das wir unserem Sohn Ritalin geben.

 

Das lehnten wir aber von Beginn an ab.

 

Die Screening in  der Schule kam und es war nicht anders zu erwarten, unser Sohn hatte kein Interesse an der Schule und somit viel die Regelschule raus.

 

UNSER GLÜCK. So weis ich es heute.

 

 

Damals brach eine kleine Welt für mich zusammen.

Die ach so rosig ausgemalte Zukunft unseres Kindes sah ich schwarz und traurig vor mir. FÖRDERSCHULE

 

Der Start in unserer örtlichen Förderschule war super. Er begann seine schulische Laufbahn in einer Schule die den Kindern zwei Jahre Zeit lies um die erste Klasse zu beenden. Eine Klassengröße von höchstens 11 Schülern und eine Lehrerin die nicht besser hätte sein können, machten diese ersten beiden Jahre zu einer sehr sehr tollen Zeit, in der unser Sohn mit sehr viel Spaß morgens zur Schule ging. 

 

Das dritte Jahr, also die zweite Klasse, war da schon etwas anders.

Der Druck nahm zu, auch weil wir, die Lehrerin und auch unser Sohn nicht genau wussten wie es nach diesem Schuljahr für uns weitergehen konnte.

 

Gleichzeitig war da aber auch schon der zweite Sohn der in die Schule kommen sollte. Welchen Weg sollten wir nehmen. In die Regelschule wollte ich ihn nicht wirklich geben, da ich bis dahin die Fühler nach allen Seiten ausgestreckt hatte welche alternativen Schulen es denn noch so gäbe für den Großen, kann ich auch andere Wege.

 

Wir hatten uns in den ganzen Jahren der Vorschule und Schule schon nach allen Seiten nach einer Alternative zur Regelschule umgesehen.

 

Montessori sagte uns sehr zu. Die Art und Weise des lernens und der respektvolle Umgang mit den Kindern sind einfach toll.

Irgendwann rückte die Anmeldefrist für das Schuljahr 2015/16 immer näher in dem der mittlere Sohn die Schule beginnen sollte.

 

 

Mehr als eine Absage konnte uns nicht passieren. Anmeldungen für beide Kinder also mal abgegeben.

 

 

Der Tag der Tage kam dann doch irgendwie unerwartet. 

 

Ich saß gerade mit dem großen Sohn wegen einem gebrochenen Arm in der Notaufnahme, da kam der für mich noch so unreale Anruf.

"Sie haben für beide Kinder einen Platz in unserer Schule. Ihr großer Sohn fängt dann also nach den Pfingstferien bei uns an."

 

BÄHMMM

 

Das waren nur noch 4 WOCHEN.

 

Die Gefühle fuhren Achterbahn. Ist  diese Entscheidung die Richtige für Ihn? Wird die neue Schule ihm wirklich gut tun?

 

Ja das hat sie. Dieses Kind das eher lustlos und mit einem "naja muss halt sein" in die Schule gegangen ist, freute sich ab diesem Tag förmlich jeden Tag in die Schule zu dürfen.

Er blühte förmlich mit jedem weiteren Tag in der Schule mehr und mehr auf. Dort wird ihm etwas zugetraut dort darf er einfach er sein.

 

Den für mich rührensten Satz und den ich am liebsten der Frau von der Frühförderung, unserem damaligen Kinderarzt und der Kindergärtnerin einfach allen die mit ihm zu tun hatten um die Ohren schmeisen würde, war folgender.

 

" Ihr Sohn beschäftigt sich seit einer Woche jeden Tag so konzentriert mit dem goldenen Perlenmaterial, das machen selbst die Kinder nicht die von Anfang an dabei sind. Diese Ausdauer und diese Kinzentration ist sehr beneidenswert."

 

Das und noch sehr viele weitere Erlebnisse sind der Grund warum die Montessori Schule Büchenbach einfach unsere Schule ist.

 

 

Natürlich hat er bis heute 1 Jahr nach dem Wechsel immernoch seine eher gerade so ausreichende Leistung in Deutsch, die hier aber bei Weitem anders angegangen wird. Ohne Druck und ohne Rotstift, eher einfühlsam und langsam.

Wenn uns als Eltern etwas aufällt oder stört hat man immer so netten und kooperativen Kontakt mit den Lehrern.

 

 

 

 

 

Schreibt mir doch in die Kommentare eure Erfahrungen. Welche habt ihr denn mit dem Thema Schule gemacht?

 

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